Schattenarbeit

„Stehe zu dir selbst,
entdecke deine Stärken,
wecke deinen Mut!“
Die Schattenarbeit geht auf Theorien von C.G. Jung zurück, der den Schatten als versteckte Seite der menschlichen Psyche betrachtet.
Wann wird etwas zum Schatten?
Irgendwann in unserem Leben haben wir Gefühle, Verhaltensweisen oder Potenziale unterdrückt oder abgespalten, weil das für uns überlebenswichtig war.
Meist erfolgt dies in der Kindheit. Als Teil der Gesellschaft wird erwartet, dass eine Anpassung an die Normen und Regeln erfolgt, dass dies oder das nicht gemacht werden darf oder manche Dinge grundsätzlich nicht gemacht werden.
Weicht man von diesen Vorgaben und Erwartungen ab, droht die gesellschaftliche Ablehnung oder sogar der Ausschluss aus einer Gruppe.
Es wird, meist unbewusst, ein inneren Ort geschaffen, eine Art Gefängnis, in welches diese Gefühle, Verhaltensweisen und auch Potenziale „abgeschoben werden“. Diese Seiten an mir darf niemand mehr sehen, auch ich selbst nicht. Sie werden zum Schatten...
Dummerweise laufen „ da draußen“ unsere Schatten als menschliche Spiegel herum und so ärgern, ängstigen, triggern und deprimieren uns andere Menschen und Situationen.
Dies geschieht allerdings nur, damit wir uns trauen, das Gefängnis zu öffnen und uns wieder voll zu leben.
Schattenträger tauchen immer dann in unserem Leben auf, wenn wir die Schatteneigenschaften in unser Leben integrieren sollen. Hierdurch haben wir in diesem Moment die Möglichkeit unsere Balance wiederherzustellen.
Der Schattenträger zeigt dir meist wie eine stark überspitzte Karikatur deinen Schatten, damit du ihm überhaupt Aufmerksamkeit schenkst.
Durch die Schattenarbeit wirst du aufgefordert, den abgespaltenen Teil wieder in dein Leben zu integrieren und Heilung zu erfahren.